BUGA 2021 – Aufzug am Petersberg

1. Rang im Gutachterverfahren

Im Gutachterverfahren für den Aufzug am Petersberg gehen Schulitz Architekten als Sieger hervor.

In Einklang mit dem historischen Kontext wird ein vertikales Erschließungselement vor der Festungsmauer der Zitadelle Petersberg positioniert. Als Ausgangspunkt dient dazu die neu geplante landschaftsplanerische Intervention mit der imposanten Rampenanlage auf dem Geländehang vor der östlich gelegenen Festungsmauer. An der obersten Kehre zur Rampenanlage situiert wird die überdachte Wartezone samt Aufzugsanlage in die angrenzende Topographie aus Baumbestand und Erdwall integriert. Das Entrée tritt dadurch in seiner Körperlichkeit zur historischen Festungsmauer kaum in Erscheinung. Der Aufzug wird in den Grünzug aus ca. 12m hohen Laubbäumen platziert und sein Bezug zum Festungsplateau lediglich durch zwei filigrane Verbindungsgänge hergestellt.

Die Fahrt mit dem Aufzug wird zum szenografischen Erlebnis: Zunächst taucht die Kabine langsam aus dem Erdwall auf und bewegt sich bald zwischen einer filigranen Stahlkonstruktion nach oben, um dem Besucher einen beeindruckenden Blick auf den Domplatz zu bieten. Nach einer Fahrzeit von ca. 12 Sekunden wird die Aussichtsplattform erreicht. In Verbindung mit der Formensprache der Rampenanlage aus dem Landschaftsraum, wird die Plattform über die in V- Form angeordneten Verbindungsgänge mit dem Festungsplateau verbunden.

Aufzug am Petersberg
Ankunft auf dem oberen Plateau
Ansicht Petersberg