Eisstadion Niesky

Umbau und Überdachung

BGF:
920 m2

Die Bestandsanlage im gegenwärtigen Zustand stellt durch ihre Ansammlung an verschiedenen, unabhängigen Funktionsgebäuden und freien, willkürlichen Aufstellflächen ein ungeordnetes und unruhiges Stadiongebilde dar. Außerdem ist die Nutzung sehr witterungsabhängig und der Energieverbrauch hoch.
Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes für eine energetische Sanierung und eine Verbesserung der Infrastruktur. Für ein solches zusammenhängendes Stadionkonzept, in dem die unterschiedlichen Funktionen miteinander harmonieren wird eine Dachkonstruktion benötigt, die alle Bereiche vor Wind und Wetter schützt und sinnvoll integriert. Somit ist Hauptaugenmerk des Entwurfs, alle Funktionen zu einer Einheit zusammenzuführen und eine konstruktiv einfache und somit kostengünstige Konstruktion für das Dach zu entwickeln, die trotz ihrer Einfachheit eine starke räumliche Wirkung erzielt.
Gleichzeitig bettet sich der Entwurf wie selbstverständlich im Wald ein. Dies wird durch die Form des Daches erzielt, das mit einer niedrigen Traufhöhe und einem umlaufenden Dachüberstand weniger hoch wirkt und, durch ein umlaufendes Fensterband abgesetzt, eine gewisse Leichtigkeit erhält.
Das Tragwerk wird auf 56 Stahlstützen gestellt. Zur Überspannung des Eisflächenbereiches wird eine kuppelartige Form mittels Bogenträger gewählt, die an beiden Stirnseiten kreisbogenartig endet. Somit ergibt sich ein umlaufender Ringträger, der die innere Kuppel von dem übrigen umlaufenden Flachdach abgrenzt. Auf der Tribünenseite steht die Stützenreihe hinter dem Publikum, um eine stützenfreie Sicht auf das Spielfeld zu gewährleisten. Oberlichtstreifen, die auch der Belüftung dienen, sorgen für eine natürliche Ausleuchtung der Halle.

Eisstadion Niesky

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